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Glischrochilus quadrisignatus (Say, 1835) -- Vierfleckiger Kiefernglanzkäfer, Picknickkäfer} Glischrochilus quadrisignatus -  1. Fund
Glischrochilus quadrisignatus - 1. Fund


 

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Netta rufina (Pallas, 1773) -- Kolbenente



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Netta rufina - 1. Fund

Netta rufina (Pallas, 1773) -- Kolbenente


 
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Netta rufina - 2. Fund (Weibchen)

Netta rufina (Pallas, 1773) -- Kolbenente


 
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Netta rufina - 3. Fund

Netta rufina (Pallas, 1773) -- Kolbenente


 
   





 

Die Kolbenente (Netta rufina) ist eine etwa stockentengroe Vogelart aus der Familie der Entenvgel (Anatidae). Sie zhlt zu den Tauchenten und kann bis zu 30 Sekunden unter Wasser bleiben. Das Mnnchen ist im Prachtkleid mit seiner fuchsroten Kopffrbung und dem karminroten Schnabel unverkennbar.

Das Brutgebiet der Kolbenente ist nur in Mittelasien geschlossen. Das europische Brutgebiet ist dagegen disjunkt und hat seine Schwerpunkte im westlichen Mittelmeergebiet. Die inselartigen Vorkommen in Mitteleuropa sind auch darauf zurckzufhren, dass die Kolbenente erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts Mitteleuropa besiedelte. Carl von Linn war diese Art daher unbekannt. Die wissenschaftliche Artbeschreibung erfolgte erst durch den aus Berlin stammenden Arzt und Naturforscher Peter Simon Pallas, der in der zweiten Hlfte des 18. Jahrhunderts unter anderem ausgedehnte Forschungsreisen in Russland unternahm und dort diese Art entdeckte.[1]

Die 45 bis 55 cm groe Kolbenente wiegt 800 bis 1500 g und erreicht eine Flgelspannweite von bis zu 90 cm. Das Mnnchen hat im Prachtkleid einen sehr aufflligen, rotbraunen dicken Kopf und einen leuchtend scharlachroten Schnabel, der sich scharf gegen die Kopffrbung abhebt. Der im Vergleich zum Krper berproportional groe Kopf wird zustzlich durch eine lose Federhaube betont. Die Augen sind rot. Brust, Kropf, Unterschwanzdecken sowie der Bauch sind schwarz. Die Flanken sind wei und der Rcken sowie die Flgel braun gefrbt. Im Flug sind der weie Flgelvorderrand sowie die breite weie Flgelbinde unverkennbar. Im Schlichtkleid hnelt das Gefieder der Mnnchen dem der Weibchen. Sie lassen sich von ihnen durch die kontrastreichere Kopffrbung sowie die im Vergleich zum Prachtkleid zwar blassere, aber immer noch durchgehend rote Schnabelfrbung unterscheiden.

Das Weibchen hat ein braunes Gefieder, bei dem die Flanken und der Hals etwas heller sind als der Rcken. Der Oberkopf ist ab der Hhe der Augen dunkelbraun. Die Wangen sowie der Unterhals sind dagegen weilich grau oder hellgrau. Der Schnabel ist dunkel braun und hat an der Spitze ein hellrotes Band. Die hellgrauen Wangen sowie diese rote Querbinde an der Spitze des Schnabels sind ein wesentliches Erkennungsmerkmal, um die Weibchen der Kolbenente von den Weibchen anderer Entenarten zu unterscheiden. Bei schwimmenden Weibchen sind die weien Unterflgeldecken auerdem als weier Fleck in Schwanznhe erkennbar.

Die Kolbenente wird bis sieben Jahre alt. Der Ruf der Mnnchen ist vor allem whrend der Fortpflanzungszeit zu hren. Er klingt in etwa wie ein nasales bt oder brt und ist hufig in Triller eingebettet.[2]

Das geschlossene Brutareal der Kolbenente reicht von den Steppen- und Halbwstengebieten am Schwarzen Meer bis in die Mongolei. Kleine, weit verstreute Brutgebiete gibt es in der gemigten Klimazone Europas vom Norden der Niederlande und dem Sden Dnemarks, dem Osten Polens bis ins Voralpenland sowie Tschechien, der Slowakei und Kroatien. Weitere disjunkte Brutgebiete finden sich auf der iberischen Halbinsel.[3]

Die Kolbenente ist eine in Mitteleuropa nur selten brtende Entenart. Bekannte Brutgebiete sind der Bodensee, der Starnberger See, das Ismaninger Teichgebiet sowie die Innstauseen. Sie brtet auerdem an einigen Seen in den Niederlanden, in Schleswig-Holstein, in Mecklenburg sowie in den sdmhrischen Teichgebieten. Sie fhlt sich an pflanzenreichen Stillgewssern sehr wohl. Ausschlaggebend fr eine Besiedelung mit Kolbenenten sind die Wassertiefe und eine reichhaltige, im Schlammgrund verankerte Vegetation.

Die Kolbenente ist grundstzlich eine sehr anpassungsfhige Art, die seit etwas mehr als 100 Jahren ihr Verbreitungsgebiet erweitert hat. Die Ausbreitungswelle begann etwa um das Jahr 1894 von der Camargue ausgehend. Bereits im Jahre 1910 brteten Kolbenenten in La Dombes, einer ostfranzsischen Landschaft. Seit 1920 zhlt die Kolbenente zum Brutvogelbestand Deutschlands. 1940 hatte sie bereits Dnemark erreicht und 1942 wurden die ersten Brutvgel in Holland beobachtet. Italien wurde von der Kolbenente verhltnismig spt besiedelt. Hier brtet sie seit 1950.[4] Nach Phasen einer Arealausweitung und einer Zunahme des Bestands in vielen Gebieten Europas ist die Kolbenente seit den 1970er Jahren in vielen Gebieten wieder rcklufig. Dies gilt insbesondere fr die europischen Hauptverbreitungsgebiete Russland und Rumnien. Nach einem Tiefstand in den 1980er Jahren kommt es jetzt jedoch wieder zu leichten Bestandszunahmen und auch einer Besiedelung neuer Areale. So haben sich seit dem Jahre 2000 in Belgien die ersten Brutpaare angesiedelt. Insgesamt brteten im Zeitraum 1998 bis 2002 in Deutschland 420 bis 540 Brutpaare, in der Schweiz fnfzig bis hundert und in sterreich 150 bis 250.[5]

In Grobritannien brten Kolbenenten vereinzelt seit 1937. Diese Brutvgel werden jedoch nicht auf die allgemeine Ausbreitungstendenz dieser Art zurckgefhrt, sondern sie gelten als Nachkmmlinge von Gefangenschaftsflchtlingen.[6]

Die Kolbenente ist nrdlich des 46. Breitengrades ein Zugvogel, ansonsten ein Teilzieher oder Kurzstreckenzieher. Zu den berwinterungsgebieten gehren der Mittelmeerraum, das Schwarzmeergebiet sowie gypten, Vorderasien und Hinterindien. Seit den 1990er Jahren berwintern an den Gewssern in Mitteleuropa viele Kolbenenten, vor allem auf dem Neuenburger- und Vierwaldstttersee und auf dem Bodensee. Auf letzterem werden regelmig mehrere 1000 berwinternde Individuen gezhlt.[7]

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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