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Evarcha jucunda (Lucas, 1846)} Evarcha jucunda -  1. Fund
Evarcha jucunda - 1. Fund


 

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Fam. Corvidae (Vigors, 1825) -- Rabenvögel


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Die Rabenvgel ? in der Vogelkunde (oder Ornithologie) auch oft (nach zoologischer Nomenklatur, lateinisch) Corvidae oder (in der Mehrzahl, lediglich mit eingedeutschter Endung) Corviden genannt ? sind eine Vogel­familie aus der Ordnung der Sperlingsvgel (Passeriformes). Sie umfassen rund 120 lebende Arten in 25 Gattungen. Rabenvgel sind mittelgroe bis sehr groe Singvgel mit meist krftigem Schnabel und robustem Krperbau, die im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte eine Vielzahl verschiedener Lebensrume besiedelt haben und mit Ausnahme des sdlichen Sdamerikas und der Antarktis weltweit verbreitet sind.

In ihrer Ernhrung sind Rabenvgel sehr vielseitig und fressen ? je nach Verfgbarkeit ? Frchte, Samen, Insekten, Weichtiere, kleinere Wirbeltiere oder auch Aas, wobei die meiste Nahrung auf dem Boden aufgenommen wird. Fast alle Arten legen Vorrte an, in denen sie berzhliges Futter verstecken und fr spter aufbewahren. Rabenvgel zeigen stark soziales Verhalten und im Vergleich mit fast allen anderen Vgeln berdurchschnittlich hohe kognitive Fhigkeiten. Einige Arten, allen voran die Raben und Krhen, sind ausgeprgte Kulturfolger und konnten sich erfolgreich in vom Menschen geschaffenen Lebensrumen etablieren. Die Intelligenz und Sprachbegabung der Rabenvgel, aber auch ihre Eigenschaft als Aas- und Erntevertilger fhrte zu einer ambivalenten Rolle in vielen Kulturen weltweit: Einerseits wurden ihnen Weisheit, biblisches Alter und Gewitztheit unterstellt, andererseits wurden sie als Unheilsbringer und Schdlinge verfolgt.

Rabenvgel sind in der Regel sehr robust gebaut und gehren zu den greren unter den Singvgeln. Innerhalb der Familie gibt es aber eine groe Vielfalt an Formen und Gren. Der kleinste Rabenvogel ist der rund 40 g schwere und 20?23 cm groe Zwerghher (Cyanolyca nanus), die beiden grten Vertreter sind der Erzrabe (Corvus crassirostris) und der Kolkrabe (Corvus corax), die jeweils eine Krperlnge zwischen 60 und 70 cm aufweisen knnen und fr die Krpergewichte von 1,5 kg festgestellt wurden. Beide Arten sind damit nicht nur die grten innerhalb ihrer Familie, sondern auch die grten Sperlingsvgel berhaupt. Ein ausgeprgter Geschlechtsdimorphismus in der Gre existiert bei keinem Vertreter der Familie. Zwar sind Weibchen einer Art meist etwas kleiner als die Mnnchen, zwischen weiblichen und mnnlichen Krpermaen gibt es jedoch stets eine berschneidung. Rabenvgel verfgen ber krftige Beine mit langem Laufknochen. Arten, die sich hauptschlich am Boden bewegen, haben tendenziell lngere Beine als vorwiegende Baumbewohner. Die Vorderseite ihrer Beine ist ? auer bei den Bergkrhen (Pyrrhocorax) ? getfelt, das heit mit breiten, rechteckigen Hornschuppen bedeckt; die Rckseite hat dagegen eine glatte Oberflche.[1]

Bei vielen Arten der Familie sind die Nickhute der Augen oder die Iris auffllig hell gefrbt und dienen im Sozialverhalten der Kommunikation, etwa um Aggression auszudrcken.[2] Die Schnbel der einzelnen Rabenvogelarten weisen eine groe Formenvielfalt auf. Einige Vertreter wie die Saxaulhher (Podoces) oder die Alpenkrhe (Pyrrhocorax pyrrhocorax) besitzen lange, schlanke und gebogene Schnbel, mit denen sie im Boden nach Insekten stochern. Die frugivoren Baumelstern (Dendrocitta) hingegen verfgen ber relativ kurze und sehr krftige Schnbel. Unter den Raben und Krhen wiederum haben viele Arten sehr lange und hoch gewlbte Schnbel entwickelt, unter denen der des Erzraben mit Abstand der grte ist. Auch innerhalb einer Art kann sich die Schnabelform deutlich unterscheiden: Haselnsse fressende europische Tannenhher (Nucifraga caryocatactes) weisen krzere und krftigere Schnbel als sibirische Populationen auf, die fast ausschlielich von Fichtensamen leben und lange, dnne Schnbel haben. Die Schnbel der meisten Arten bewegen sich aber zwischen diesen Extremen. Sie sind krftig, lnglich, relativ gerade und eher unspezialisiert. Ihre Farbe bewegt sich zwischen schwrzlich-grauen Tnen und krftigen Gelb- und Rottnen. Der Schnabelfirst ist leicht gekrmmt und endet in einer Hakenspitze, hnlich der der Wrger, aber meist weniger stark ausgeprgt. In der Schnabelfarbe gibt es meist keinen Unterschied zwischen Jung- und Altvgeln. Bei den Arten, bei denen ein solcher Unterschied auftritt, haben die Jungvgel hellere Schnbel als die geschlechtsreifen Altvgel, die dann dunkelgraue Schnbel zeigen.[3][4]

In Anpassung an ihre Ernhrungsweise sind die oberen Verdauungstrakte ? also Schnabel, Kehle und Hals ? vieler Rabenvgel so geformt, dass sie die Zwischenlagerung von Nahrung ermglichen. Tannenhher besitzen beispielsweise einen sublingualen, die Echten Elstern (Pica) einen antelingualen Kehlsack, in dem sie Nsse und Samen sammeln. Die Speiserhren der Gattungen Gymnorhinus und Cyanolyca sind stark erweiterbar, sodass sie Platz fr eine groe Menge an Samen bieten.[5]

Aufgrund der unterschiedlichen Ernhrungsgewohnheiten innerhalb der Familie sind die Mgen der Corvidae-Arten untereinander sehr verschieden. Fleischfresser wie der Kolkrabe und Beerenfresser wie die Bergkrhen haben typische Weichfressermgen. Samenfresser wie die Unglckshher (Perisoreus) und Allesfresser wie die europischen Krhen der Gattung Corvus besitzen hingegen Krnerfressermgen mit starker Bemuskelung. Auch innerhalb dieser letzten Gruppe kann die Form des Magens stark variieren. So hat der Eichelhher (Garrulus glandarius) in Anpassung an seine proteinarme Nahrung einen groen, eher schwach bemuskelten Magen. Der nahe verwandte und sympatrische Tannenhher hingegen hat einen sehr kleinen, stark bemuskelten Magen, der zur Verdauung harter, proteinreicher Kiefernsamen dient.[6] Der Brutfleck ist nur bei weiblichen Rabenvgeln ausgebildet. Einzige Ausnahme sind die Nussknacker, bei denen sich beide Geschlechter beim Brten abwechseln.

Die Rabenvgel haben auch eine Reihe osteologischer Merkmale gemein: Der Oberarmknochen hat eine einzige Fossa. Der Vorderschdel ist deutlich gewlbt. Seine Seitenflchen werden von einfachen Jochbeinfortstzen und breiten postorbitalen Fortstzen eingegrenzt; der Gaumen ist weit gespalten. Dem mittelgroen Siebbein steht ein groes Trnenbein gegenber. Beide sind lngsseitig an das Stirnbein angewachsen und bilden so ein langes, spaltartiges Foramen. Die Stirn und die Scheidewand zwischen den Augenhhlen sind stark verknchert.[7] Der Hirnschdelraum und damit die Hirnmasse ist in Relation zu den restlichen Krpermaen grer als bei den meisten anderen Vgeln. Er bertrifft auch viele andere Sperlingsvgel, obwohl die Arten dieser Ordnung ohnehin schon sehr groe Gehirne besitzen. Die Hlften des Kleinhirns der Rabenvgel sind die grten unter allen lebenden Vgeln.[8][9]

Rabenvgel zeichnen sich im Hinblick auf ihr Gefieder durch einige Gemeinsamkeiten aus. Der gesamte Krper mit Ausnahme des Schnabels und der Beine vom Laufknochen abwrts ist befiedert. Nur bei einigen Arten der Raben und Krhen, dem Akazienhher (Zavattariornis stresemanni) und der Gelbschnabelelster (Pica nuttali) sind auch kleine Teile des Gesichts unbefiedert. Ein typisches Merkmal der Familie sind die Nasalfedern, die den Oberschnabel bedecken. Sie sind unter den Arten der Corvidae und oft auch innerhalb einer Gattung unterschiedlich stark ausgeprgt. So bedecken sie beim Weihalsraben (Corvus cryptoleucus) mehr als die Hlfte des Schnabels, whrend die nahe verwandte Saatkrhe (Corvus frugilegus) im Alterskleid berhaupt keine Schnabelbefiederung mehr aufweist. Das teilweise oder vollstndige Fehlen der Nasalfedern bei einigen Arten ist in der Regel auf eine Anpassung an den Nahrungserwerb zurckzufhren. Wenn der Schnabel etwa tief in Nadelbaumzapfen gesteckt werden muss, wrden die Federn sonst zerzaust oder beschdigt. Auch moderat entwickelte Schnabelborsten sind bei den Rabenvgeln vorhanden.[5][10]

Die Schwanz- und Schwungfedern der Familie sind sehr steif. In der Regel haben alle Arten moderat gerundete, tief gefingerte Flgel mit zehn Handschwingen. Die uerste Schwungfeder ist leicht zurckgebildet,[11] einige Gruppen besitzen zustzlich zu den eigentlichen Handschwingen auch ein Remicle.[12] blich fr den Schwanz der Rabenvgel sind zwlf Steuerfedern. Ausnahme bilden der Piapia (Ptilostomus afer) und die Rakettschwanzelstern (Crypsirina) mit lediglich zehn Steuerfedern. Der Schwanz ist bei Arten, die offene Lebensrume bewohnen, meist eher kurz und gerundet; bei Baum- und Gestrppbewohnern kann er dagegen sehr lang und gestuft ausfallen. Das mittlere Steuerfederpaar berragt die restlichen Schwanzfedern dann meist deutlich.[13]

Auch in der Gefiederfrbung unterscheiden sich Rabenvgel dichter Tropenwlder von den Arten der offenen und halboffenen Landschaften in gemigten Breiten. Erstere sind oft sehr bunt in Rot-, Grn- und Blautnen gefrbt, whrend das Gefieder letzterer eher unauffllig grau, braun oder schwarz gehalten ist. Viele Arten der gemigten Breiten besitzen dennoch kleinere Gefiederpartien mit aufflligen Mustern, denen eine Signalwirkung zugeschrieben wird. Sie sind oft nur von Nahem oder im Sonnenlicht zu erkennen oder wirken wie Lichtstrahlen, die durchs Gest fallen, weil der Rest des Vogelkrpers mit der Umgebung verschmilzt. Neben ihrer sozialen Funktion erfllen sie damit oft auch eine tarnende Wirkung. Beispiele fr solche Gefiederzeichnungen zeigen etwa der Eichelhher (Garrulus glandarius) mit leuchtend blauen Flgelabzeichen oder der Unglckshher (Perisoreus infaustus) mit rtlichen Steuerfedern und Flgelbasen.[14] Einen besonderen Fall stellen bei der Frbung die Neuwelthher dar. Sie besitzen fast alle grere oder kleinere, intensiv gefrbte Blauanteile im Gefieder. Dabei handelt es sich wohl um ein ursprngliches Merkmal ihres gemeinsamen Vorfahren, das auch die Arten in borealen und gemigten Zonen seitdem nicht verloren haben.[15]

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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