beste Ansicht = 1280x1024 pix
Erweiterte Suche
 
 

Zufallsbild

Mytilus galloprovincialis (Lamarck, 1819) -- Mittelmeer-Miesmuschel} Mytilus galloprovincialis -  4. Fund
Mytilus galloprovincialis - 4. Fund


 

Impressum

Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?ber mich...

 

E-Mail

 

 
 
 

Fam. Staphylinidae (Latreille, 1802) -- Kurzflügler


Unterkategorien
Amphichroum canaliculatum (Erichson, 1840) (3)
Bolitobius castaneus (Stephens, 1832) (3)
Ocypus olens (Müller, 1764) -- Schwarzer Moderkäfer (7)
Schwarzer Moderkäfer
Ontholestes murinus (Linnæus, 1758) -- Gewürfelter Raubkäfer (1)
Gewürfelter Raubkäfer
Oxyporus rufus (Linnæus, 1758) -- Roter Bunträuber (4)
Roter Bunträuber
Paederus littoralis (Gravenhorst, 1802) -- Uferkurzflügler, Gemeiner Uferräuber (11)
Uferkurzflügler
Paederus spec. (Fabricius, 1775) (2)
Paederus
Philonthus laminatus (Creutz, 1799) (1)
Platydracus stercorarius (Olivier, 1795) (4)
Platydracus stercorarius
Scaphidium quadrimaculatum (Olivier, 1790) -- Vierfleckiger Kahnkäfer (12)
Scaphidium quadrimaculatum

Gefunden: 0 Bild(er) auf 0 Seite(n). Angezeigt: Bild 0 bis 0.

In dieser Kategorie sind keine Bilder vorhanden.





 

Die Kurzflgler (Staphylinidae) sind eine Familie der Kfer und mit derzeit ber 47.000 beschriebenen Arten in rund 3200 Gattungen eine der grten Familien berhaupt, mit Sicherheit ist aber eine groe Zahl Arten bisher noch nicht beschrieben. Gruppiert werden sie in bis zu 31 Unterfamilien. In Mitteleuropa gibt es etwa 2000 Arten, davon in Deutschland rund 1554 Arten.

Die meisten Kurzflgler besitzen wegen des flexiblen gestreckten Krpers mit verkrzten Flgeldecken (Elytren) und einem dadurch mehr oder weniger ungeschtzten Hinterleib eine fr Kfer ausgesprochen untypische Erscheinung. Es sind im allgemeinen kleine Kfer (2?8 mm), mit einigen Arten, die kleiner (etwa 0,5 mm) oder grer (bis zu 40?50 mm) sind.

Der Krperbau ist langgestreckt mit meist parallelen Seitenrndern, selten kurz und breit. Die Frbung ist meist unauffllig schwarz oder braun, gelegentlich auch metallisch blau bis blauviolett (Paederus, Philonthus), oft bunt gezeichnet (Oxyporus, Tachyporus); einige Arten sind stark behaart. Die starren Vorderflgel (Elytren) sind sehr kurz und lassen den grten Teil (etwa zwei Drittel) des Hinterleibes unbedeckt. Dies verleiht den meist im Verborgenen lebenden Kurzflglern, trotz Panzerung, eine fr Kfer ungewhnliche Beweglichkeit und sie knnen so kleinste Hohlrume und andere kryptische Mikrohabitate bevlkern, die fr viele andere Tiere unzugnglich sind. Die meisten Arten sind gute Flieger; einige schwrmen in warmen Abendstunden. Trotz der kurzen Deckflgel ist das hutige Hinterflgelpaar meist gro und gut entwickelt und muss deshalb in Ruhestellung auf komplizierte Weise gefaltet werden, um unter die Deckflgel zu passen. Das Entfalten der Flgel geht sehr rasch, obgleich dazu die Beine eingesetzt und kammartige Gebilde am letzten Hinterleibsring ber die Flgelunterseite gezogen werden mssen.

Viele kleinere Arten sind tagaktiv, die greren sind gewhnlich nur in der Nacht auf Nahrungssuche. Staphyliniden treten in praktisch allen nicht zu trockenen terrestrischen Lebensrumen auf, und in vielen kosystemen sind sie Hauptbestandteil der Makrofauna der Streu- und Humusschicht. Sie sind besonders mannigfaltig und zahlreich in feuchten Lebensrumen, am Rande verschiedener Gewsser (Splsaum), einschlielich kalter oder salziger (Gezeitenzone der Meeresstrnde) (halophil/halobiont). Tiefere Bodenschichten bewohnende Arten haben zurckgebildete Augen und sind flugunfhig. Kurzflgler sind im Gegensatz zu einigen anderen Kfern eine strikt terrestrische Gruppe, die keine wirklich aquatische Art besitzt.

Staphylinidae sind weltweit verteilt. Obwohl die Vielfalt dieser Familie ihren Gipfel in tropischen oder mig feuchten Gebieten aller Kontinente hat, sind die Kfer auch in weniger gnstigen Bereichen ziemlich verbreitet. Schlielich sind sie eine der wenigen wirbellosen Gruppen, die in der Lage sind, uerste Lebensrume wie Wsten, groe Hhen im Gebirge oder hohe Breiten (polnah) der Erde zu besiedeln.

Soweit bekannt, treten Larven normalerweise mit erwachsenen Tieren vergesellschaftet auf, wobei die Ernhrungsgewohnheiten der Larven im allgemeinen die Gleichen wie jene der geschlechtsreifen sind. Die meisten Kurzflgler sind in ihren Ernhrungsgewohnheiten ruberisch (carnivor), aber einige von ihnen ernhren sich von Pilzen (mycetophag), von verwesten tierischen und pflanzlichen Stoffen (saprophag) und seltener, von Pflanzen (Pollen, Bltenteile) (phytophag). Auch parasitieren Larven einiger Arten an den Puppen innerhalb der Puppentnnchen (Puparium) von Fliegen. Manche Arten leben nur in Nestern von Vgeln und Sugetieren. Nicht wenige Kurzflglerarten wohnen ausschlielich in Wespen-, Ameisen- oder Termitennestern. (Myrmecophilie), teilweise dort, von den Ameisen als Nestangehrige behandelt, ihre gesamte Entwicklung durchlaufend.

Die Beziehungen zwischen den Kfern und ihren Ameisen-Wirten sind mannigfach und faszinierend: Einige Arten machen Jagd auf die Wirtstiere, andere fressen das Aas im Nest oder dezimieren Ameisenbrut und wieder andere veranlassen ihren Wirt Nahrung fr sie hervorzuwrgen. Die Kferlarven werden von den Wirtsameisen intensiver gepflegt und gefttert als deren eigene Larven, tuschen den Wirt durch intensives Imitieren der Bettelbewegungen und durch einen ber Hautdrsen abgesonderten, Brutpflegeverhalten auslsenden Stoff (Insektenpheromone). Kferlarven sind somit starke Nahrungskonkurrenten fr die Ameisenbrut.

Viele Arten (insbesondere der Tropen) haben besonders perfekte Anpassungen entwickelt. Ihr Krper weist oftmals eine weitgehende Krperumkonstruktion auf.

Andere ziehen als Wandergste auf Jagdzgen mit dem Ameisenheer in der Nachhut - oder wie die meist symphilen Formen (also die sekretspendenden "Zchtungsprodukte" jener Ameisen), deren eigens ausgebildete Haftapparate an den Fen dafr sorgen, dass diese Kurzflgler auf Kopf oder Rcken der Ameisen sitzend deren Beutezge begleiten knnen.

Fast alle Arten sind mit 1 bis 2 Paaren oft sehr groer, sich im Hinterleib befindender Wehrdrsen ausgestattet. Die synthetisierten Wehrstoffe sind von mannigfacher Art und werden bei Strung, oft verbunden mit gleichzeitigem Heben des Abdomens, ausgespritzt oder trpfchenweise abgegeben. Die Krpersfte bestimmter Kurzflglerarten enthalten mehrere giftige Amine. Gelangen diese nach dem Zerquetschen der Tiere auf die Haut, kann es zu Blasenbildung und Ausschlgen kommen.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

Bilder pro Seite: 

 



RSS Feed: Fam. Staphylinidae (Latreille, 1802) -- Kurzflügler (Neue Bilder)