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Eblisia (Eurylister) (Platysoma) minor (frontale) (Rossi, 1792)} Eblisia minor -  1. Fund
Eblisia minor - 1. Fund


 

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Fam. Labridae (Cuvier, 1816) -- Lippfische


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Fünffleckiger Lippfisch
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Meerpfau

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Die Lippfische (Labridae) sind eine Familie von Meeresfischen aus der Gruppe der Barschverwandten (Percomorphaceae). Lippfische sind oft auergewhnlich farbenfroh und zeigen zudem eine groe Vielfalt in Gre und Gestalt. Sie leben im flachen, kstennahen Wasser aller Weltmeere, vor allem in den tropischen Korallenriffen, aber auch, mit wenigen Arten, im Mittelmeer und in der Nordsee.

Die ersten Lippfische wurden schon 1758 durch den Begrnder der modernen Taxonomie, Carl von Linn, wissenschaftlich beschrieben, die Familie selbst wurde 1816 durch den franzsischen Naturforscher Georges Cuvier aufgestellt. Die Bezeichnung Lippfische kommt von den wulstartigen Lippen, die besonders die grer werdenden Arten auszeichnet (lat. labrum ?Lippe?).

Mit mehr als 65 Gattungen und ber 500 Arten sind sie nach den Grundeln (Gobiidae) die zweitgrte Familie mariner Fische. Nach neueren Untersuchungen zhlen auch die Papageifische und die Odaciden zur Familie der Lippfische, die damit ber 600 Arten umfassen wrde.

Lippfische leben weltweit in den Meeren der tropischen, subtropischen und gemigten Klimazonen, immer an Ksten und meist an Fels- und Korallenriffen. Keine Art lebt pelagisch im offenen Meer oder der Tiefsee. Den grten Artenreichtum weisen die Meeresgebiete um Australien auf, wo 42 Gattungen mit 165 Arten zu Hause sind.[1]

Im Mittelmeer und im angrenzenden stlichen Atlantik leben 20 Arten, davon sechs Arten auch in Teilen der Nordsee. Der Gefleckte Lippfisch (Labrus bergylta), die Goldmaid (Symphodus melops) und der Klippenbarsch (Ctenolabrus rupestris) kommen auch an der deutschen Nordseekste vor.[2]

Lippfische haben eine schlanke, zylinderfrmige oder auch hochrckige Gestalt. Kleine Arten sind meist schlank mit zigarrenfrmigem, strmungsgnstigem Krper, grere Arten sind hochrckig. Viele Arten sind farbenprchtig, bei vielen Arten ist zudem ein starker Sexualdimorphismus hinsichtlich der Frbung vorhanden. Der Krper ist von oft groen Cycloidschuppen bedeckt, das Seitenlinienorgan kann gerade, gebogen durchgehend oder unterbrochen sein. Lippfische knnen ihre Augen unabhngig voneinander bewegen. Das Maul ist oft mit deutlichen ?Lippen?[3] versehen und weit vorstreckbar (protraktil). Bei der Gattung Gomphosus ist es schnabelfrmig ausgezogen. Die Zhne sind meist klein, einige Gattungen wie Anampses oder Macropharyngodon haben einige vergrerte Zhne, die dem Zerbeien hartschaliger Beute dienen oder dem Festhalten am Partner bei der Paarung.[4] Im Schlund sind die unteren Schlundknochen Y-frmig verschmolzen und mit runden, stumpfen Zhnen besetzt. Die oberen Schlundknochen des zweiten bis vierten Kiemenbogens sind ebenfalls miteinander verwachsen und gelenkig mit der Schdelbasis verbunden. Zusammen mit den unteren Schlundknochen bilden sie eine sogenannte Schlundzahnmhle, die dem Zerquetschen der (oft harten) Nahrung dient. Die Rckenflosse ist ungeteilt und hat 8 bis 21, vorne recht schwache Hartstrahlen. Der hintere Teil ist stets krzer als der vordere und wird von 6 bis 21 Weichstrahlen gesttzt. Die Afterflosse hat 2 bis 6 Hartstrahlen und 7 bis 18 Weichstrahlen. Die Bauchflossen sitzen weit vorne kurz hinter den Brustflossen. Die meisten Lippfische werden 25 bis 80 Zentimeter lang und haben 23 bis 42 Wirbel.[5][1]

Der grte Lippfisch ist der Napoleon-Lippfisch (Cheilinus undulatus), der eine Lnge von 2,30 Metern und ein Gewicht von bis zu 191 Kilogramm erreichen kann;[6] der kleinste ist mit einer Lnge von sechs Zentimetern Minilabrus striatus aus dem Roten Meer. Lippfische schwimmen durch gleichzeitige Schlge der Brustflossen (labriform) und benutzen die Schwanzflosse, auer auf der Flucht, nur zur Steuerung.

Die kleinen und mittelgroen Lippfischarten sind lebhafte Schwimmer, die immer in Bewegung sind. Die groen Arten sind eher ruhig und behbig. Alle sind tagaktiv, werden erst spt nach Tagesanbruch munter und ziehen sich nachts in Felshhlen zurck oder graben sich in den Boden ein. Groe Arten legen sich offen auf den Boden. Zum Schlafen sondern sie aus dem Maul und den Kiemen eine Schleimhlle ab, die den Krper nach kurzer Zeit umhllt. Der schlafsackhnliche Schutz verhindert, dass die wehrlosen Tiere von Rubern mit Hilfe des Geruchsinns aufgesprt werden.[7]

Lippfische ernhren sich im Allgemeinen carnivor von allerlei wirbellosen Tieren, Fischlaich oder kleineren Fischen. Grere Lippfischarten knacken mit ihren krftigen Zhnen hartschalige Wirbellose wie Krebse, Seeigel und Muscheln. Die Arten der Gattung Choris schlagen ihre Beute gegen Steine, um sie zu aufzubrechen. Andere Lippfische, nachgewiesen ist es fr Choerodon anchorago, Halichoeres garnoti und Thalassoma hardwicke, suchen sich passende Steine und schwimmen dafr lange Strecken, nehmen sie ins Maul und schlagen damit hartschalige Beute auf, ein Fall von Werkzeuggebrauch bei Tieren.[8] Weitere Lippfische, zum Beispiel Vertreter der Gattungen Anampses und Stethojulis, durchsieben den Sand nach Wrmern, kleinen Weich- und Krebstieren. Viele Lippfische begleiten auch die ruberischen Stachelmakrelen, Rochen oder die stndig den Sand durchkauenden Meerbarben, um flchtende und aufgewirbelte kleine Tiere zu erbeuten. Zwerglippfische wie Cirrhilabrus und Paracheilinus jagen im Freiwasser zusammen mit Fahnenbarschen und Riffbarschen der Unterfamilie Chrominae nach Zooplankton. Pseudocheilinus-Arten jagen kleine Tiere auf dem Meeresgrund oder in Spalten zwischen Felsen und Korallen. Diese Tiere knnen ihre Augen unabhngig voneinander bewegen und haben geteilte Pupillen, so dass sie wahrscheinlich schon mit einem Auge dreidimensional sehen knnen.[9][10][1]

Bekannt ist, dass sich Lippfische als Putzer bettigen, die von der Haut und den Kiemen grerer Fische Parasiten, hauptschlich Copepoden und Isopoden, entfernen. Diese Ernhrungsweise wurde bei insgesamt 49 Lippfischspezies festgestellt, von denen acht, alles Mitglieder der Tribus der Putzerlippfische (Labrichthyini), sich ausschlielich auf diese Weise ernhren, whrend 41 weitere Arten, unter anderem die der Gattung Bodianus, nur als Jungfische Parasiten beseitigen. Auch bei den Putzerlippfischen putzen die Gattungen Labropsis und Larabicus nur als Jungtiere und ernhren sich spter von Korallenpolypen.[11]

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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