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Rapana venosa (Valenciennes, 1846) -- Geäderte Rapana} Rapana venosa -  6. Fund
Rapana venosa - 6. Fund


 

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Fam. Balistidae (Risso, 1810) -- Drückerfische


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Leopard-Drückerfisch
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Rotmeer-Picassodrückerfisch

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Die Drckerfische (Balistidae) sind eine Familie der Ordnung der Kugelfischverwandten (Tetraodontiformes). Sie bewohnen tropische und subtropische Bereiche des Atlantischen, Indischen und Pazifischen Ozeans, vor allem Korallenriffe. Nur wenige Arten leben pelagisch im offenen Ozean. Der Graue Drckerfisch (Balistes capriscus) kommt auch im Mittelmeer vor und ist als einziger Drckerfisch Irrgast in der Nordsee.

Drckerfische werden 16 Zentimeter bis einen Meter lang und haben einen krftigen, hochgebauten und seitlich abgeflachten Krper. Hufig sind sie leuchtend gefrbt und auffallend gemustert. Ihr Krper ist von einer dicken Haut und kleinen, sich nicht berlappenden Schuppen bedeckt. Die Schuppen tragen hufig kleine Stacheln. Drckerfische haben immer nur 18 Wirbel. Die spatel-, sichel- oder lyrafrmige Schwanzflosse hat zwlf Flossenstrahlen. Der Kopf mit den hochliegenden und weit zurckliegenden Augen, die sie unabhngig voneinander bewegen knnen, nimmt einen sehr groen Teil ? bis zu einem Drittel ? der Krperlnge ein. Durch die Gre des Suspensoriums sind Hyomandibel und Quadratum unblich weit auseinandergerckt, durch das sehr groe Properculum aber dennoch fest verbunden. Zweck dieser auffallenden Konstruktion ist der Schutz der Augen bei der Nahrungsbeschaffung. Das Maul selbst ist sehr klein, jedoch mit krftigen, meielhnlichen Zhnen ausgestattet. Im Oberkiefer sitzen normalerweise auf jedem Prmaxillare vier Zhne in der ersten und drei Zhne in der zweiten Reihe, also insgesamt 14 Zhne. Drckerfische schwimmen vor allem durch undulierende (?flappende?) Bewegungen ihrer symmetrisch einander gegenberstehenden weichstrahligen zweiten Rckenflosse und der Afterflosse. Auffallend ist ihre oft schrge Schwimmlage. Die Schwanzflosse fungiert als Seitenruder und wird nur bei hheren Geschwindigkeiten fr den Vortrieb eingesetzt (balistiformes Schwimmen).

Die hartstrahlige, erste Rckenflosse hat drei Flossenstrahlen, der dritte kann sehr klein sein oder fehlen. Der erste und lngste Flossenstrahl bildet mit dem zweiten Flossenstrahl den Drckermechanismus, dem die Fische ihren deutschen Namen verdanken. Der erste Flossenstachel kann aufgestellt und durch den zweiten fixiert werden, indem dieser in eine V-frmige Rinne auf der Rckseite des ersten einschnappt. So lsst sich der erste Flossenstrahl erst wieder niederlegen, wenn der zweite durch Muskelzug nach hinten umgelegt wird. Ist auch der dritte Flossenstrahl vorhanden, so muss dieser vor dem zweiten umgelegt werden. Gemeinsam mit den verwachsenen Bauchflossen ? die nur mehr einen gesgten, krftigen und aus zusammengewachsenen Strahlen bestehenden Flossenstachel reprsentieren, der mit dem Becken durch ein Gelenk und eine flexible Haut verbunden ist ? knnen sich die Fische in Spalten der Korallen- und Felsenriffe festklemmen und sind so nur schwer von Fressfeinden zu erbeuten. In dieser Stellung schlafen die Tiere auch. Sie benutzen meist den gleichen Schlafplatz und wechseln ihn nur mit wachsender Krpergre. Beim Schwimmen werden die Hartstrahlen in eine Furche am Rcken zurckgelegt und sind dann nicht sichtbar. Denselben Drckermechanismus besitzen auch die nah verwandten Feilenfische.

Ehe der Drckermechanismus bekannt war, nannte man die Balistiden wegen des groen, dicken Rckenstachels Hornfische ? zumal das ?Horn? ja nahe dem Kopf liegt (?Horn? und ?Hirn? sind gleichen Ursprungs ? beide gehren zum Kopf).

Drckerfische gehren zu den Fischen, die in der Lage sind, deutlich vernehmbare Laute zu erzeugen. Sie knnen mit den Zhnen knirschen, Partien des Schultergrtels an der Schwimmblase reiben und so trommelnde Gerusche erzeugen. Klappen sie ihren ersten Rckenflossenstrahl auf und nieder und lassen den zweiten ein- und ausschnappen, so hrt man ein lautes Knacken.

Drckerfische leben vor allem in Bodennhe und solitr, Rhinecanthus-Arten bilden in ihrer Jugend Schwrme, der Rotzahn-Drckerfisch und der Indische Drckerfisch bilden tagsber lockere Gruppen. Die solitren Arten sind revierbildend. Ihre Individuendichte in geeigneten Lebensrumen ist oft sehr hoch.

Drckerfische ernhren sich vor allem von hartschaligen Wirbellosen, wie Krebstieren, Weichtieren, Stachelhutern, aber auch Korallen, Schwmme, Seescheiden, kleine Fische, Zooplankton, Algen und Seegras werden von einigen Arten verzehrt. Bei ihrer Suche nach Beutetieren knnen sie mit ihrem Maul Steine oder Korallen anheben oder einen Wasserstrahl erzeugen, der ihre Nahrung am Meeresboden freilegt (daher also die engen Kiemenffnungen). Seeigel werden von einigen Drckerfischarten mit einem Wasserstrahl umgedreht, so dass sie mit ihrer verwundbaren Seite oben liegen.

Drckerfische zeigen nur wenig Geschlechtsunterschiede, meistens sind die Mnnchen grer und etwas intensiver gefrbt. Oft haben die Weibchen kleine Territorien innerhalb eines greren einem Mnnchen gehrenden Reviers. Ihre Eier legen die meisten bodenbewohnenden Arten in groen trichterfrmigen Gruben ab, die sie durch Anblasen mit einem Wasserstrahl in den Sandboden graben. Gelaicht wird in der Dmmerung, oft einen Tag vor Neumond. Das Gelege besteht aus winzigen, in einer scheibenfrmigen Masse an den Untergrund gehefteten Eier und wird vom Weibchen befchelt, bewacht und sehr aggressiv verteidigt. Einen Gegner warnen sie vor einem Angriff durch einen Kopfstand. Anschlieend schwimmen sie mit groer Geschwindigkeit auf den Kontrahenten zu und drehen im letzten Augenblick ab. Kommt der Gegner immer noch nher, rammen oder beien sie ihn beim nchsten Angriff. Gelege bewachende Riesen-Drckerfische greifen Taucher an, sobald sie sich auf weniger als zehn Meter nhern. Bei der Revierverteidigung trommeln sie.

Die Larven schlpfen schon nach 12 bis 24 Stunden, leben anschlieend sehr lange pelagisch im offenen Ozean und verbreiten sich so sehr weit. Bei einigen Arten sind die Jungfische schon 15 Zentimeter lang, wenn sie zum bodennahen Leben der erwachsenen Tiere bergehen.

Die pelagischen Arten laichen im offenen Ozean und betreiben keine Brutpflege. Auch ihre Eier sind pelagisch.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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