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Corvus corax (Linnæus, 1758) -- Kolkrabe} Corvus corax -  2. Fund
Corvus corax - 2. Fund


 

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Ordnung Zygentoma (Börner, 1904) -- Fischchen


Unterkategorien
Fam. Lepismatidae (Latreille, 1802) -- Silberfische (13)
Lepismatidae

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Die Fischchen (Zygentoma) sind eine Ordnung der Insekten (Insecta). Von den etwa 470 bekannten Arten sind sechs in Mitteleuropa verbreitet. Die meisten werden sieben bis fnfzehn Millimeter lang, die auf den Galpagos-Inseln verbreitete Art Stylifera galapagoensis erreicht eine Gesamtlnge von etwa 20 Millimetern (ohne Schwanzanhnge). Die in sdportugiesischen Hhlen lebende Squamatinia algharbica erreicht etwa 30 Millimeter, mit Fhlern am Kopf und Leibesende etwa 10 Zentimeter. Diese Art ist das ?grte unter der Erde lebende Insekt Europas?.[1]

Der Kopf ist schrg nach vorne gerichtet (prognath bis hypognath) und trgt immer beiend-kauende Mundwerkzeuge. Die fnfgliedrigen Taster (Palpen) der Maxillen sind auffallend langgestreckt, die viergliedrigen Labialtaster hingegen unauffllig. Am Kopf sitzt ein Paar langgestreckter, vielgliedriger Antennen, die etwa Krperlnge erreichen knnen, auerdem zwei kleine, nur aus wenigen Ommatidien zusammengesetzte Komplexaugen, die bei den unterirdisch lebenden Gattungen ganz fehlen. Stirnaugen (Ocellen) sind nur bei Tricholepidion gertschi, dem einzigen Vertreter der Lepidotrichidae (siehe unten), vorhanden.

Der Krper der Fischchen ist abgeflacht. Die drei Segmente des Rumpfs (Thorax) sind etwa gleich gro und seitlich durch plattige Ausstlpungen (Paranota) verbreitert. Der Krperumriss ist geschlossen, der Hinterleib (Abdomen) setzt ohne Absatz oder Einschnrung an den Thorax an, so dass sich eine langgestreckt tropfenfrmig-spindelfrmige Gestalt ergibt, die innerhalb der Ordnung sehr einheitlich und kaum abgewandelt ist.

Die am Thorax sitzenden drei Laufbeinpaare besitzen abgeflachte, langgestreckte Hften (Coxen) und Schenkel (Femora). Der Fu (Tarsus) besteht aus zwei oder drei Segmenten (nur bei Tricholepidion fnf), am Prtarsus sitzen jeweils drei Klauen, wobei die mittlere etwas krzer ist. Fischchen haben zwei Paar thorakale und meist sieben Paar abdominale Atmungsffnungen (Stigmen), im Gegensatz zu den Archaeognatha (s.u.) sind bei ihnen die Tracheenstmme durch Querverbindungen (Anastomosen) miteinander verbunden.

Der langgestreckte, nach hinten zugespitzte Hinterleib besteht aus elf klar sichtbaren Segmenten und endet in zwei langen Anhngen oder ?Raifen? (Cerci) sowie einem zentralen Terminalfilum. Diese drei Schwanzfden sind mechanische Sinnesorgane, die das Tier vor von hinten kommenden Rubern (Prdatoren) warnen. Die Bauchplatten (Sternite) der Fischchen sind teilweise reduziert und bedecken nur die Mitte des Hinterleibs. Seitlich von ihnen schlieen zwei grere Platten an, die embryonal aus Beinanlagen hervorgehen und deshalb Coxosternite genannt werden. An den Coxosterniten sitzen als weitere Reste der abdominalen Extremittenanlagen hinten eingliedrige, bewegliche Anhnge, die Styli (auch ?Griffel?) genannt werden; diese sitzen manchmal an den Segmenten zwei bis neun, immer aber am siebten bis neunten Segment. Innen (median) von den Styli befinden sich jeweils zwei kleine, ausstlpbare blasenfrmige Vesikel, die Coxalblschen. Diese sind an einer unterschiedlichen Anzahl von Segmenten ausgeprgt; bei der Familie Lepismatidae sind keine vorhanden.

Der gesamte Krper der Fischchen ist meist mit glnzenden Schuppen besetzt, die hufig erst im Laufe der Ontogenese auftreten, beim Silberfischchen zum Beispiel nach der dritten Hutung. Diese Schuppen reagieren auf Berhrung und stellen entsprechend Mechanorezeptoren dar. Den Familien Nicoletiidae und Maindromiidae fehlen sie ganz.

Fischchen sind bodenlebende, nachtaktive Insekten der Tropen und Subtropen. In Mitteleuropa kommt nur eine einzige Art frei lebend vor, das Ameisenfischchen (Atelura formicaria), welches in Nestern verschiedener Ameisenarten lebt. Eine Reihe weiterer Arten leben in Husern (synanthrop), diese sind heute weltweit verschleppt. Die wichtigsten synanthropen Arten weltweit sind das Silberfischchen (Lepisma saccharina), das hufig in warmen Rumen wie Bckereien lebende Ofenfischchen (Thermobia domestica). Seit einiger Zeit wird auch das Kammfischchen (Ctenolepisma lineata) vor allem in Sddeutschland beobachtet[2]. Erstmals 2007 wurde in Norddeutschland das Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata) nachgewiesen. Im Jahr 2017 wurde das bis dahin nur in den Tropen beheimatete Geisterfischchen (Ctenolepisma calva) in Chemnitz entdeckt.[3]

Die Tiere ernhren sich recht unspezialisiert von organischen Stoffen, meist abgestorbenen Pflanzenresten (saprophag), viele Nicoletiidae sind Pflanzenfresser (phytophag), die drei Vertreter der sehr seltenen Familie Maindromiidae sind vermutlich Prdatoren (Ruber). Die Familie der Nicoletiidae lebt im Boden oder in der Streu, einige Arten in Hhlen und unterirdischen Hohlrumen. Fast alle Vertreter der Ateluridae und auerdem etliche Lepismatidae sind spezialisierte Bewohner von Ameisen- und Termitennestern. Sie werden von den Wirten dort als Gast geduldet, weil sie den jeweiligen Nestgeruch annehmen, und ernhren sich als Kommensalen von Nahrungs- und Beuteresten, gelegentlich auch von Krperflssigkeiten. Die brigen Arten leben berwiegend an der Bodenoberflche. Die spezielle Biologie der meisten Arten ist kaum bekannt. Bei einigen, unter anderem dem Ofenfischchen, wurde die Verdauung von Zellulose mittels eines krpereigenen Enzyms (also nicht durch symbiotische Mikroorganismen ermglicht) nachgewiesen. Besser erforscht ist vor allem die Lebensweise der synanthropen Arten, die gelegentlich als Schdlinge auftreten knnen, obwohl der verursachte Schaden in den meisten Fllen eher gering ist.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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