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Chrysolina sturmi (Westhoff, 1882) -- Violetter Blattkäfer} Chrysolina sturmi -  1. Fund
Chrysolina sturmi - 1. Fund


 

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Ordnung Trichoptera (Kirby, 1813) -- Köcherfliegen


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Die Kcherfliegen (Trichoptera) bilden eine Ordnung der Insekten innerhalb der Neuflgler (Neoptera) und gehren zu den holometabolen Insekten (Holometabola). Mit etwa 13.000 bekannten Arten[1] ist es die grte primr aquatische Insektenordnung. In Mitteleuropa leben knapp 400 Arten. Aus Europa insgesamt sind 1211 Arten und Unterarten belegt.[2] Die Krperlnge der Tiere betrgt zwischen 1,5 und 40 mm, die Flgelspannweite zwischen 3,5 und 68 mm. Die kleinsten mitteleuropischen Arten gehren zur Familie Hydroptilidae (ca. 3 mm, Flgellnge ca. 5 mm). Grte mitteleuropische Art ist Phryganea grandis (Phryganeidae) mit 60 mm.

Ein aufflliges Merkmal der Kcherfliegen sind die mehr oder weniger stark behaarten Flgel, von denen sich der Name dieser Ordnung ableitet (griechisch Trichos ?Haar? und griech. Pteron ?Flgel?). Diese sind in Ruhe dachartig auf den Hinterleib der Tiere gelegt. Bei einigen Arten knnen diese Flgel jedoch verkmmert sein oder ganz fehlen (nicht in Mitteleuropa). Die Vorderflgel sind meist brunlich oder gelblich gefrbt (manchmal weilich oder schwarz, selten auch farbig) und oft gefleckt oder gemustert. Die Vorderflgel sind meist lnger als die Hinterflgel, da diese breiter sind, ist ihre Flche nahezu gleich gro. Im Flug sind die Flgel durch als Koppelungsmechanismus wirkende Hkchen und Borsten miteinander verbunden und bilden eine funktionale Einheit. Wenige Kcherfliegen tragen Schuppen auf ihren Flgeln, z. B. die afrikanische Art Pseudoleptocerus chirindensis, hnlich Schmetterlingen.[3] Der Krper der Kcherfliegen ist mehr oder weniger lang gestreckt. Am Thorax sitzen drei meist lange und schlanke Beinpaare, lange dornartige Fortstze (?Sporne?) an der Tibia sind ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung der Familien. In manchen Familien sind die Mittelbeine der Weibchen als Schwimmbeine abgeplattet (zur Eiablage). Der Hinterleib ist walzenfrmig. Am Hinterende des Hinterleibs sitzen die Kopulationsorgane, die vielfltig umgebildet sind und das wichtigste Merkmal zur Bestimmung der Arten darstellen. Seitlich am Kopf sitzen meist recht groe und gut entwickelte Komplexaugen, die 3 Stirnaugen (Ocellen) knnen je nach Familie vorhanden sein oder auch fehlen. Die Fhler sind schnurfrmig und meist sehr lang, ihre Lnge kann die Krperlnge deutlich bersteigen. Die Kcherfliegen besitzen leckende Mundwerkzeuge, wobei die Mandibeln vollstndig fehlen oder rudimentr und funktionslos sind. An den Maxillen sind groe, beinartige Palpen an ausgebildet, die manchmal peitschenfrmig verlngert sein knnen. Die Unterlippe (Labium) ist ausstlpbar und bildet ein so genanntes Haustellum. Dieses trgt am Vorderende (aus dem Prmentum als Teil des Labiums gebildet) viele kleine Haare (Mikrotricha), die ein System verbundener Kanlchen bilden. Am Hinterende gehen sie in eine Rinne ber, deren obere Hlfte vom Epipharynx (Innenseite des Clypeolabrums) gebildet wird und die zur eigentlichen Mundffnung, die verborgen im Inneren liegt, hinfhrt. Das Haustellum kann durch Druckanstieg der Haemolymphe ausgefahren und durch Muskeln wieder eingefahren werden. Mit ihm sind die Tiere in der Lage, durch Kapillarkrfte Wasser und Nektar aufzusaugen. Allerdings nehmen die erwachsenen Kcherfliegen bei manchen Arten berhaupt keine Nahrung auf (z. B. Enoicyla, Fam. Limnephilidae: Lebensdauer der Imagines hier ca. 14 Tage). Die Lebensdauer des geflgelten Imaginalstadiums betrgt bei den meisten Arten ca. 4 Wochen. Bei Arten mit Imaginal-Diapause kann sie 5 bis 6 Monate betragen. Auffllige Unterschiede gegenber der nchst verwandten Ordnung Schmetterlinge: Die Flgel sind behaart und tragen keine Schuppen; ein Saugrssel fehlt.

Die meisten erwachsenen Kcherfliegen sind dmmerungs- und nachtaktiv. Bei tagaktiven Arten bilden die Mnnchen oft Paarungsschwrme, die Kopulation der Geschlechtspartner findet anschlieend in der Vegetation statt. Die befruchteten Eier werden dann bei den Limnephiloidea als Gallertpakete ins Wasser gegeben (manchmal im Flug), bei den Rhyacophiloidea und den Hydropsychoidea mit einer Kittsubstanz an Pflanzen, Steinen oder anderen Substratelementen angeklebt. Bei den Limnephilidae und den Goeridae legen die Weibchen der meisten Arten den Laich auerhalb des Wassers an sten oder berhngenden Halmen, von wo aus er ins Wasser tropft. Bei einigen Arten (v. a. Familie Phryganeidae) taucht das Weibchen zur Eiablage auch unter Wasser und hat zu diesem Zweck speziell als Schwimmbeine umgewandelte Mittel- und Hinterbeine.

Aus dem Ei schlpft eine Eilarve, die sich anschlieend bis zum Puppenstadium fnfmal hutet (5 Larvenstadien). Der Kopf der Larven trgt gut ausgebildete beiende Mundwerkzeuge (Mandibeln). Seitlich am Kopf sitzen Augen aus sechs einzelnen Ocellen (Stemmata), hnlich den Augen der Kferlarven. Die Fhler der Larven sind kurz. Bei den kchertragenden Familien sitzen am ersten Hinterleibssegment hufig ein bis drei Hcker, die zum Festhalten dienen. Hufig besitzen sie finger- oder fransenartige Tracheenkiemen am Hinterleib, gelegentlich zustzlich auch am Thorax, die die Atmung untersttzen. Anzahl, Form und Anordnung der Kiemenfden sind fr einige Familien und Gattungen typisch. Alle Kcherfliegenlarven besitzen am Hinterende Pygopodialklauen (Nachschieberklauen) zum Festhalten, hufig auf verlngerten, beinartigen Fortstzen.

Namensgebend sind die Wohnrhren der Larven, die als Kcher bezeichnet werden. Diese werden aus einem Sekret gebaut, das die Larven aus den Labialdrsen am Kopf abgeben und mit dem sie ein Gespinst bilden; es entspricht der Kokon-Seide der Schmetterlinge. Die meisten Kcher bestehen aus Substratelementen wie Steinchen oder Schilfstckchen, die mit Hilfe des Spinnsekrets zu einer Rhre verklebt werden. Beim Wachstum der Larven wird am Vorderende neues Material angefgt. Das Hinterende wird bei vielen Arten beim Wachstum abgebissen. Es ist dann manchmal mit einer auffallenden Membran verschlossen. Die Form des Kchers kann fr eine Familie oder Art hoch charakteristisch sein, z. B. bauen die Glossosomatidae hoch gewlbte, kurze ?Steinhufchen? (wie ein Schildkrtenpanzer), die Beraeidae schmale, glatte gebogene Sandkcher, die Goeridae kurze gerade Kcher aus grberen Steinchen, aus denen seitlich grere Steine hervorragen, manche Lepidostomatidae vierkantige Kcher aus zurechtgeschnittenen Blattstckchen.[4] Der Kcher von Thremma (Thremmatidae) ist mtzenfrmig,[5] der von Helicopsyche gewunden wie ein Schneckenhaus.[6][7]

Allerdings gibt es auch eine ganze Reihe von Familien, die keine Kcher bauen (Rhyacophilidae, Hydropsychidae, Psychomyiidae und andere). Die Larven der Psychomyiidae bauen auf der Oberflche von Steinen tunnelfrmige, manchmal verzweigte Wohnrhren. Andere Familien bauen aus dem Spinnsekret Driftnetze zum Filtrieren des Wassers zur Nahrungsbeschaffung. Wieder andere sind vllig frei lebend.

Die kcherbauenden Kcherfliegenlarven erinnern in der Gestalt an Schmetterlingsraupen, nach dem latinisierten Namen wird diese Larvenform manchmal als ?erucoid? bezeichnet. Im Gegensatz zu diesen haben sie niemals Bauchfe am Hinterleib, die meisten Arten haben dort, manchmal mehrere, regelmige Kiemenpaare. Die meisten frei lebenden Larven haben eine gestrecktere Form mit nach vorn gestreckten Kopf, die manche Bearbeiter an das Urinsekt Campodea (Ordnung Diplura) erinnert hat, sie werden dann ?campodeid? genannt.

Die Verpuppung erfolgt im Kcher oder bei den nicht kcherbauenden Arten in speziellen Puppenhllen, meist an Steinen angeheftet. Das Puppenstadium besitzt groe, bewegliche Mandibeln, die dazu dienen, den Kcher oder Puppenkokon vor dem Schlupf aufzuschneiden. Die Puppe ist beweglich, sie fhrt im Kcher bei Sauerstoffmangel schlngelnde Bewegungen aus, um den Wasseraustausch zu beschleunigen. Zur Untersttzung besitzt sie am Hinterleib meist breite Haar- oder Borstensume. Zum Schlupf (nach maximal etwa vier Wochen Puppenruhe) schwimmt und kriecht die Puppe zur Wasseroberflche. Das geflgelte Insekt schlpft am Ufer, an Steinen oder Pflanzen festgekrallt, in drei bis vier Minuten aus der Puppenhaut, meistens nachts.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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