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Orthetrum cancellatum (Linnæus, 1758) -- Großer Blaupfeil} Orthetrum cancellatum -  4. Fund (Männchen)
Orthetrum cancellatum - 4. Fund (Männchen)


 

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Gomphus pulchellus (Sélys, 1840) -- Westliche Keiljungfer



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Gomphus pulchellus - 1. Fund

Gomphus pulchellus (Sélys, 1840) -- Westliche Keiljungfer


 
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Gomphus pulchellus - 2. Fund

Gomphus pulchellus (Sélys, 1840) -- Westliche Keiljungfer


 
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Gomphus pulchellus - 3. Fund (Weibchen)

Gomphus pulchellus (Sélys, 1840) -- Westliche Keiljungfer


 
   





 

Die Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) ist eine Libellenart aus der Familie der Flussjungfern (Gomphidae). Diese gelb-schwarz gefrbte Grolibelle (Anisoptera) besiedelt als einzige Vertreterin ihrer Familie vorwiegend stehende Gewsser ? alle anderen Gomphiden bentigen Fliegewsser fr ihre Larvalentwicklung. In Mitteleuropa galt sie bis vor einigen Jahrzehnten als uerst selten; inzwischen zeigt die Art hier eine Ausbreitungstendenz und man kann ihr in Flusstlern mit Kiesabbausttten hufiger begegnen. Der aus dem Griechischen und Lateinischen zusammengesetzte wissenschaftliche Name bedeutet so viel wie ?hbscher Keil?.

Die Art ist eine relativ schlank und zierlich gebaute Keiljungfer; sie erreicht eine Krperlnge von 45 bis 50 Millimetern und eine Flgelspannweite von 60 bis 70 Millimetern. Die Beine sind schwarz und gelb gestreift. Zur Unterscheidung von anderen Gomphus-Arten ist zudem die genaue Anordnung der schwarzen Streifenzeichnung auf der gelben Brust (Thorax) bedeutsam (vgl. Fotos). Die schwarzen Linien dort sind recht schmal, was auch fr die dunklen Zeichnungselemente des Krpers insgesamt zutrifft. Daher wirken die Tiere ? hnlich wie etwa die Asiatische Keiljungfer (Gomphus flavipes) ? relativ hell. Zumindest jugendliche Exemplare weisen ein leuchtendes Gelb auf, das mit zunehmendem Alter allerdings verblasst und ins Grauolive verdstert.

Das hintere Abdomen ist weder bei den Mnnchen noch bei den Weibchen keulig erweitert. Whrend bei den Mnnchen aber das zweite Segment des Hinterleibs taillenartig eingeschnrt ist, haben die Weibchen ein gleichmig dickes zylindrisches Abdomen. Es bestehen Verwechslungsmglichkeiten mit diversen anderen Keiljungfern, darunter Gomphus flavipes und Gomphus simillimus (in Sdeuropa weitere Arten).

Die Larven und entsprechend die spter an Land auffindbaren Exuvien sind hnlich flach gebaut wie die der Gemeinen Keiljungfer (Gomphus vulgatissimus), haben aber hinten eine lnger ausgezogene Abdomenspitze, welche jedoch nicht so langgestreckt ist wie bei der Asiatischen Keiljungfer.

Das Hauptverbreitungsgebiet der Art liegt in Sdwesteuropa, namentlich auf der Iberischen Halbinsel und in Frankreich; spter kam auch die Schweiz hinzu. Als stlichster gesicherter Einzelnachweis zhlt sterreich, wohingegen Fundangaben aus Rumnien, Bulgarien und der Slowakei angezweifelt werden. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts galt der Rhein als nordstliche Arealgrenze der Art; Deutschland somit als nicht von Gomphus pulchellus besiedelt. Inzwischen hat sich das Verbreitungsgebiet aber wiederum deutlich nach Nordosten erweitert; es liegen nun Beobachtungen bis aus Nordniedersachsen (Ostfriesland, Elbe-Weser-Dreieck) und Sachsen-Anhalt vor. ber Donau und Main findet eine Ausbreitung in Richtung Osten statt. Als Schwerpunktvorkommen in Deutschland wird derzeit die Oberrheinebene genannt.

Die Expansion des Verbreitungsgebietes wird zum einen mit klimatischen Vernderungen, zum anderen mit einem erhhten Biotopangebot erklrt. Die Westliche Keiljungfer nutzt vor allem Baggerseen in Kiesgruben als Sekundrlebensrume und hat insofern von deren Zunahme profitiert. Insbesondere in Flussauen entstehen oft grorumige Nassabbaustellen von Kiesen und Sanden. Heute stellen diese klaren, vegetationsarmen Baggerseen den wichtigsten Lebensraumtyp von Gomphus pulchellus dar; darber hinaus besiedelt sie Stauseen, eutrophe Moorweiher, Altarme von Flssen, Flussunterlufe und breite, trge flieende Kanle. Gemeinsame Merkmale dieser Gewsser sind besonnte, offene (wenig bewachsene) Sand-, Kies- oder Gerllufer, verbunden mit tieferen Wasserzonen, die feinkrnige bis schlammige Sedimente aufweisen.

Syntop kommt an greren Seen manchmal die Gemeine Keiljungfer vor. Weitere, hufig mit der Westlichen Keiljungfer vergesellschaftete Libellen sind Groer Blaupfeil, Gemeine Becherjungfer und Groe Pechlibelle.

Die Larven der Westlichen Keiljungfer leben im Bodengrund des Gewssers, beispielsweise in Sedimenten aus Grobdetritus, zwischen submersem Falllaub oder in den Spaltrumen zwischen Gestein. Dabei scheinen jngere Stadien eher die feinsandigeren Untergrnde zu bevorzugen, ltere eher Grobsand und Kies. Eine Durchstrmung des Gewssers ist nicht erforderlich, wird aber zumindest toleriert. Dank ihrer zumeist nchtlichen und unterirdischen Aktivitt knnen die Larven auch in Seen mit hohem Prdationsdruck durch Fische berleben und abundanzstarke Populationen aufbauen. Sie jagen im Sediment nach allerlei Kleingetier wie etwa Schlammrhrenwrmern, Zuckmckenlarven, Roll-Egeln und Schlammfliegenlarven. Sie haben eine meist zweijhrige, manchmal auch dreijhrige Entwicklungszeit, in der sie bis zu 15 Hutungsstadien durchlaufen.

Die Emergenz, also das Schlpfen der Imagines, beginnt in Mitteleuropa bereits ab Anfang Mai. Die Flugzeit dauert bis in den August, wobei der Schwerpunkt im Juni und Juli liegt. Die Lebensdauer einer adulten Libelle dieser Art wird mit maximal etwa 45 Tagen beziffert.

Der Schlupf erfolgt mitunter nur wenige Zentimeter von der Wasserlinie entfernt an Strukturen jeglicher Art (Pflanzen, Treibholz, Steine etc.). Manchmal ist das Abdomen dabei sogar noch untergetaucht. Andere Larven entfernen sich aber auch mehrere Meter vom Wasser oder klettern bis zu zwei Meter hoch in die Uferstrukturen. Der Schlupfvorgang vollzieht sich innerhalb einer Viertelstunde bis einer Stunde, ist also fr eine Grolibelle von sehr kurzer Dauer. Trotzdem fallen dabei und auch in der anschlieenden Aushrtungsphase sehr viele Individuen Wellenschlag oder aber Fressfeinden wie Bachstelzen, Sperlingen, Frschen oder Ameisen zum Opfer.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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