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Sesia apiformis (Clerck, 1759) -- Hornissenschwärmer, Hornissen-Glasflügler} Sesia apiformis -  1. Fund
Sesia apiformis - 1. Fund


 

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Ordnung Mantodea (Burmeister, 1838) -- Fangschrecken


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Fangschrecken

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Die Fangschrecken oder Gottesanbeterinnen (Mantodea) sind eine Ordnung der Insekten und gehren zu den Fluginsekten (Pterygota). Hufig werden sie auch als Mantiden bezeichnet.[1]

Gottesanbeterinnen verfgen ber eine ? insbesondere in Verbindung mit ihrer oft langanhaltenden Reglosigkeit ? sehr gute Tarnung. Die Krperlnge der meisten Arten betrgt zwischen 40 und 80 mm. Die kleinsten Gottesanbeterinnen sind die ursprnglichen Vertreter der Gattung Mantoida aus Sdamerika, deren kleinste Art Mantoida tenuis nur etwa 12 mm misst. Die grten Arten finden sich in den Gattungen Toxodera und Ischnomantis mit fast 160 mm.

Das fr Insekten ungewhnliche Erscheinungsbild verdanken die Fangschrecken neben der Umwandlung des ersten Beinpaares zu Fangbeinen vor allem einer Verlngerung des ersten Brustsegmentes (Prothorax), welches den Aktionsradius der Fangbeine stark erweitert. Der dreieckige Kopf der Tiere ist ber den Hals (Cervix) mit dem Prothorax verbunden. Anders als bei fast allen anderen Insekten lsst sich der Kopf der Gottesanbeterinnen ber einen groen Winkel drehen. Diese Umgestaltung des Thorax mit der Drehbarkeit des Kopfes findet sich ansonsten nur bei den Kamelhalsfliegen und bei den zu den Netzflglern gehrenden Fanghaften.

Die Fangbeine der Fangschrecken werden aus der Tibia (Unterschenkel) und dem Femur (Oberschenkel) gebildet. Die Tibia trgt viele Dornen und eine groe Endklaue. Sie kann gegen das dornenbewehrte Femur wie ein Taschenmesser eingeklappt werden. Die Hftglieder (Coxa) sind ebenfalls verlngert und frei beweglich. Mit diesen Fangbeinen kann die Fangschrecke innerhalb von 0,1 Sekunden zuschlagen, um ein Opfer zu fangen. Viele Arten knnen mit diesem przisen Fangapparat sogar Fliegen aus der Luft fangen. In Lauerstellung werden die Fangbeine erhoben und an den Krper angelegt gehalten, daher bekamen die Tiere auch den Namen Gottesanbeterinnen.

Die groen Facettenaugen der Tiere liegen weit auseinander und ermglichen so ein stereoskopisches Sehen. Da sie zum Orten und Verfolgen der Beute sowie zur genauen Ortung der Geschlechtspartner verwendet werden, stellen sie das wichtigste Sinnesorgan der Tiere dar. Ein weiteres Sinnesorgan bildet das unpaare Gehrorgan zwischen den Hinterhften mancher Arten. Mit diesem knnen Tne im Bereich von 25 bis 130 kHz gehrt werden, es dient vermutlich dazu, whrend des Fluges Fledermuse zu orten. Die sog. Gehrspalte liegt zwischen dem 2. und 3. Beinpaar und ist nur 0,2 mm breit. Weibchen haben ein geringeres Hrvermgen als Mnnchen. Manche Arten haben auch zwei Hrorgane die untereinander angeordnet sind, welche unterschiedliche Frequenzen wahrnehmen knnen. Andere Arten wiederum verfgen ber gar kein Hrorgan.[2]

Die meisten Fangschrecken, wie z. B. die Geistermantis (Phyllocrania paradoxa) oder die Europische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) sind tagaktive Lauerjger, das heit, sie verharren stundenlang unbeweglich, bis sich ihnen ein Opfer nhert, welches sie dann mit ihren Fangbeinen packen. Dabei zeigen viele Arten Anpassungen an ihre Umgebung, die es ihrer Beute erschweren, sie in ihrer Lauerstellung zu erkennen. Nicht nur in den Farben, die innerhalb der Arten sehr variabel sein knnen, sondern auch durch die Krperform und durch blattartig verbreiterte Cuticuladuplikaturen (Loben) ahmen sie in ihrer ueren Form Teile von Pflanzen nach (Mimese). Die Geistermantis sieht vertrockneten Blttern sehr hnlich, andere Arten ahmen Holzstckchen und Zweige nach. Es wird diskutiert, ob Fangschrecken wie die Teufelsblume (Idolomantis diabolicus) sowie Pseudocreobotra wahlbergii oder Creobroter pictipennis, die Blumen und Blten hneln, durch ihre Form und Farbe Insekten anlocken knnen. Dies wre eine Form der Peckham?schen Mimikry.

Andere Arten, z. B. Popa spurca, Eremiaphila und Heteronutarsus, die in den Wsten und Halbwsten des nrdlichen Afrika bis nach Indien vorkommen, laufen sehr schnell und viel herum, um ihre Beute zu verfolgen. Die meisten Arten ernhren sich von Insekten und Spinnen. Es gibt jedoch auch einige grere Vertreter, die daneben auch Skorpione und sogar kleine Wirbeltiere, wie junge Schlangen, Eidechsen, Kolibris und kleine Sugetiere erbeuten knnen.[2][3] Im Juli 2017 wurde publiziert, dass sich Gottesanbeterinnen in 13 verschiedenen Lndern auf allen Kontinenten auch von kleineren Vgeln ernhren. Bei den erbeuteten Vgeln handelt es sich um 24 unterschiedliche Arten aus 14 Vogelfamilien. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass Gottesanbeterinnen gewisse Vogelarten bedrohen knnen, wenn sie verstrkt zur Schdlingsbekmpfung eingesetzt werden.[4]

Die Fangschrecken haben ein ausgedehntes Balzverhalten, das vor allem dazu dient, dass sich das Mnnchen dem meist greren Weibchen gefahrlos nhern kann. Trotzdem kann es vorkommen, dass das Mnnchen vor oder whrend der Begattung vom Weibchen teilweise oder vollstndig verspeist wird (Kannibalismus), wobei dies der Kopulation keinen Abbruch tut. Die Eier werden in groen Eipaketen (Ootheken) abgelegt. Einige Arten vermehren sich durch Parthenogenese.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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