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Pisaura mirabilis (Clerck, 1757) -- Listspinne} Pisaura mirabilis -  1. Fund
Pisaura mirabilis - 1. Fund


 

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Fam. Scoliidae (Latreille, 1802) -- Dolchwespen


Unterkategorien
Megascolia (Regiscolia) maculata maculata (Drury, 1773) -- Gelbköpfige Dolchwespe (7)
Gelbköpfige Dolchwespe
Scolia hirta (Schrank, 1781) -- Borstige Dolchwespe (1)
Borstige Dolchwespe

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Die Dolchwespen (Scoliidae) sind eine Familie der Hautflgler (Hymenoptera).

Die Dolchwespen sind meist recht gro (10?60 mm), die groen Arten gehren zu den grten Hautflglern berhaupt. Megascolia maculata ist die grte Hautflglerart Europas.[1] Bei allen Arten sind beide Geschlechter geflgelt. Die Arten sind teilweise einheitlich schwarz gefrbt, bei vielen Arten weisen sie eine auffallende rote, gelbe oder weie Flecken- oder Bindenzeichnung auf. Vielfach hneln sie dadurch stark sozialen Faltenwespen, die sie wegen deren Wehrhaftigkeit eventuell nachahmen (Bates'sche Mimikry). Obwohl die Weibchen einen Wehrstachel tragen, sind sie, trotz der oft beeindruckenden Krpergre, bei den bisher untersuchten Arten kaum zu strkeren Stichen in der Lage. Die Geschlechter sind oft verschieden gefrbt (Sexualdimorphismus), oft sind die Mnnchen zudem etwas kleiner.

Der Kopf trgt groe Komplexaugen, die wie diejenigen der Vespidae vorn ausgerandet (nierenfrmig) sind (bei Proscolia nur seicht eingebuchtet). Von den Mundwerkzeugen sind Maxillen und Labium zu einer fast rsselfrmig ausstreckbaren Struktur (Labiomaxillarkomplex) verwachsen, mit dem die Tiere Nektar aus Blten lecken knnen. Daneben sind krftige Beimandibeln vorhanden, die aber nicht zur Nahrungsaufnahme verwendet werden, sie dienen z. B.untersttzend als Grabwerkzeuge. Am Rumpf ist der Hinterrand des Pronotums hinten stark eingebogen und dieses dadurch auffallend schmal. Die schmalen Seitenrnder ("Scapulae") reichen bis an die Flgelschppchen (Tegulae). Auf der Bauchseite ist der Bau der Hften (Coxen) der Beine charakteristisch. Whrend sich die Vordercoxen in der Mitte berhren, sind diejenigen der Mittel- und Hinterbeine durch plattenfrmig verbreitertes Meso- und Metasternum weit getrennt, die Sternalplatten berlappen dabei etwas das Gelenk. Die Beine sind lang und krftig, besonders die Schienen (Tibien), sie werden insbesondere vom Weibchen als Grabbeine eingesetzt. Dazu tragen die Tibien des zweiten und insbesondere des dritten Beinpaars lange und krftige Dornen, die oft in Reihen angeordnet sind. Am Ende der Tibien des ersten Beinpaars sitzt ein langer, gebogener, kammfrmig eingeschnittener Sporn, der als Putzkamm verwendet wird. Die Klauen sind einfach.

Die Aderung der Flgelpaare bildet Zellen aus, die den Flgelrand nicht erreichen ("offene" Aderung). Der lange Spitzenteil beider Flgelpaare, der nicht geadert ist, weist in seiner Oberflchenstruktur eine feine, riffelartige Lngsstreifung auf, die fr die Familie hoch charakteristisch ist. Die Flgel sind bei vielen Arten glasklar, bei einigen teilweise oder ganz verdunkelt, sie weisen oft eine irsierende Oberflchenschillerung, manchmal in Verbindung mit grnlichen oder blauen metallischen Strukturfarben, auf. Diese entsteht durch das Zusammenspiel des schwarzen Pigments Melanin mit einem dnnen, einschichtigen, hoch lichtbrechenden berzug.[2]

Das mit dem Rumpf verwachsene erste Hinterleibssegment (Propodeum) der Dolchwespen ist durch Lngsfurchen immer in drei getrennte Felder aufgeteilt, in Seitenansicht fllt es beinahe senkrecht ab. Der freie Hinterleib (Metasoma) ist durch eine Abschnrung ("Wespentaille") abgesetzt, aber nie gestielt. Zwischen den Sterniten der ersten beiden freien Hinterleibssegment ist eine tiefe Furche vorhanden. Am Hinterleibende sitzt beim Weibchen der Stachel, der in Ruhestellung im Hinterleib verborgen und nicht frei sichtbar ist. Beim Mnnchen ist das letzte freie Sternit (Subgenitalplatte oder Epipygium) in charakteristischer Weise in drei Spitzen ausgezogen.

Imaginale Dolchwespen sind tagaktive Bltenbesucher, sie ernhren sich von Nektar und Honigtau und sind deshalb regelmig auf Blten anzutreffen. Soweit bekannt, mssen die Weibchen fr eine erfolgreiche Eiablage Nahrung aufnehmen. Viele Arten sind sehr langlebig mit Imaginalperioden bis 5 Monate. Die Tiere sind durch Bltenduft, in Verbindung mit blauen Farbschalen, zu fangen.[3] Die frher oft genannte exklusive Bindung an blaue Blten scheint aber tatschlich nicht zu bestehen. Die Wespen bevorzugen eindeutig zusammengesetzte Bltenstnde, z. B. der Asteraceae und Apiaceae. Ihre Bedeutung als Bestuber ist, soweit bekannt, gering. Die Art Dasyscolia ciliata ist allerdings einziger bekannter Bestuber der Spiegelragwurz (Ophrys speculum), einer Orchideenart. Diese ahmt als Tuschblume tuschend echt sowohl das Aussehen wie auch den Geruch des Weibchens dieser Art nach. Sie wird vom Mnnchen bestubt, das versucht, das vermeintliche Weibchen zu begatten.[4]

Die Larven der Dolchwespen entwickeln sich, soweit ihre Biologie bekannt ist, smtlich als auenlebende (idiobionte) Parasitoide an im Boden lebenden Kferlarven, vor allem "Engerlingen" der berfamilie Scarabaeoidea, seltener bodenlebender Rsselkfer. Einige Arten nehmen auch in stark verrottetem Totholz, Holzmulm oder Pflanzenstreu lebende Arten dieser Familien an. Die beiden in Deutschland vorkommenden Arten Scolia sexmaculata und S. hirta bevorzugen die Engerlinge von Rosenkfern (Cetonia) und von Vertretern der Unterfamilie Rutelinae (Anomala, Anisoplia). Die bis 50 mm groe sdeuropische Dolchwespe Megascolia maculata (Gelbkpfige Dolchwespe) parasitiert vor allem Engerlinge von Nashornkfern und Hirschkfern. Weibchen knnen oft im Suchflug in geringer Flughhe ber mglichen Wirtshabitaten (in temperaten Breiten vor allem wrmebegnstigten Sandflchen) gesehen werden, es wird angenommen, dass sie die Kferlarven chemisch orten knnen. Ist eine geeignete Stelle erreicht, beginnt das Weibchen zu graben. Bei der japanischen Art Campsomeriella annulata wurde die Wirtsfindung untersucht; diese Art ist in der Lage, Kferlarven, mit Kot der Larven verunreinigten Sand und Sand, in dem Kferlarven vorher gehalten worden waren, im Wahlversuch chemotaktisch zu erkennen.[5] Der Wirt wird durch einen Stich betubt und entweder an Ort und Stelle oder tiefer im Boden in einer extra angelegten Hhlung mit einem 2?4 mm langen Ei belegt. Die Dolchwespenlarve saugt zunchst von auen an dem Engerling, spter wird er jedoch vollkommen leer gefressen. Die Verpuppung findet in einem Kokon statt.

Die Paarung der Dolchwespen erfolgt oft unmittelbar nach dem Schlupf aus dem Boden, wobei die Mnnchen etwas vor den Weibchen schlpfen. Weibchen werden vor allem an Sexuallockstoffen (Pheromonen) erkannt. Soweit bekannt, sind alle Arten getrenntgeschlechtlich, Parthenogenese ist in dieser Familie nicht sicher nachgewiesen.

Die Familie umfasst weltweit etwa 560 Arten[6] mit deutlichem Verbreitungsschwerpunkt in den Tropen. In den gemigten Breiten leben nur wenige Arten, die hier auf wrmebegnstigte Lebensrume beschrnkt bleiben. In Nordamerika kommen sie mit zwei Arten nrdlich bis Kanada vor.

In Deutschland sind nur zwei Arten nachgewiesen.[7] Von diesen kommt Scolia hirta selten in Brandenburg, sehr selten auch im Norden Sachsens, vor, Scolia sexmaculata (Synonym Scolia quadripunctata) sehr selten in Baden-Wrttemberg (Sandgebiete der nrdlichen Rheinebene bei Sandhausen und Kaiserstuhl), frher auch in Bayern und Brandenburg. Aus sterreich sind bereits vier Arten bekannt;[8] es kommen Colpa sexmaculata und Megascolia maculata (subsp. maculata) hinzu. Im Mittelmeergebiet leben 69 Arten.[9]

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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