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Xanthorhoe fluctuata (Linnæus, 1758) -- Garten-Blattspanner} Xanthorhoe fluctuata -  2. Fund
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Fam. Nabidae (Costa, 1852) -- Sichelwanzen


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Sichelwanzen (Nabidae) sind eine weltweit verbreitete Familie der Wanzen (Heteroptera). Kennzeichnendes Merkmal dieser Insekten (Insecta) ist ihr sichelfrmig gebogener Stechrssel (Rostrum), mit welchem sie als ausschlieliche Ruber andere Insekten und Gliederfer (Arthropoden) aussaugen. Als Ntzlinge gegen Gliederfer sind Sichelwanzen in der Landwirtschaft und im Gartenbau von Bedeutung.

Die Familie der Sichelwanzen umfasst weltweit etwa 500 Arten in 21 Gattungen. Es werden zwei Verwandtschaftsgruppen beziehungsweise Unterfamilien unterschieden, die sich in ihrer Gestalt und vor allem in der Form der Spermienbertragung unterscheiden: Die artenreicheren und schlanker gebauten Nabinae mit meist gelb-brauner Tarntracht und die weniger hufigen, berwiegend robuster gebauten Prostemmatinae mit berwiegend schwarz-roter, seltener schwarz-gelber Warntracht. Beide Gruppen sind in Europa vertreten. Hier sind 40 Arten nachgewiesen[1].

Sichelwanzen sind weltweit verbreitet. Sie besiedeln eine Vielzahl verschiedener Lebensrume. Sie leben an der Bodenoberflche, in Krautschichten und in Baumkronen, wobei die einzelnen Arten ihre eigenen Vorzugsbereiche besiedeln. Man findet sie sowohl in Wldern und Gebschen als auch in Offenlandbiotopen wie beispielsweise Wiesen und anderen Gras- und Krautfluren.

Die Sichelwanzen der mitteleuropischen Fauna werden etwa zwischen 5,5 und 11 Millimeter lang. Whrend die meisten Arten mehr oder weniger schlank gebaut sind, ist bei manchen Arten ist der Hinterleib auffllig verbreitert. Der viergliedrige Stechrssel ist sichelfrmig gebogen ? daher die deutsche Bezeichnung. Dieser hnelt dem dreigliedrigen, deutlich krftigeren Rostrum der Raubwanzen (Reduviidae). Vor dem Halsschild (Pronotum) ist bei den meisten Arten ein mehr oder weniger deutlich abgesetzter Halsring entwickelt. Die vier- oder fnfgliedrigen Fhler sind lang und dnn, so lang oder krzer als der Krper. Die Vorderbeine sind ebenfalls lang und dnn oder bei einigen Arten als krftige Raubbeine ausgebildet mit oft deutlich verdickten und bedornten Schenkeln (Femur). Die Facettenaugen treten oft kugelig hervor; Punktaugen (Ocelli) sind vorhanden. Langflgelige Formen sind selten und kommen meist nur bei den Weibchen vor.

Sichelwanzen leben ausschlielich ruberisch. Sie saugen an allen Entwicklungsstadien von Insekten und anderen Gliederfern. Die meisten Arten sind wenig whlerisch hinsichtlich ihrer Beutetiere. Sie sind polyphag. Andere sind dagegen auf ein eingeschrnktes Beutespektrum spezialisiert, so die meisten Vertreter der Prostemmatinae. Die Nabinae stechen ihre Beute mit dem langen vorgestreckten Rostrum an, wobei die dnnen Vorderbeine selten eingesetzt werden. Die Arten der Unterfamilie der Prostemmatinae ergreifen ihre Beute dagegen mit den deutlich krftigeren zu Raubbeinen entwickelten Vorderbeine und halten sie fest. Die verbreiterten und bedornten Schenkel sowie am Ende der Vorder- und Mittelbeine befindliche Felder aus Hafthaaren, sogenannte ?Schwammsohlen?, untersttzen das Festhalten der Beute.

Die Kopulation erfolgt bei den Sichelwanzen intravaginal, wobei die Besamung der Eier im Bereich der Ovariolen stattfindet. Bei den Nabinae gelangen die Spermien ber die Eileiter zu den Eiern. Bei den Vertretern der Prostemmatinae kommt es dagegen zu einer sogenannten ?traumatischen Insemination?. Der Aedeagus durchbohrt die Wand der Vagina, wobei die Spermien in die Leibeshhle gelangen. Unter Umgehung der Eierstcke schwimmen die Spermien zu den Ovariolen.

Die mitteleuropischen Arten durchlaufen nur eine Generation im Jahr. Die hemimetabolen Tiere berwintern im Ei- oder Erwachsenenstadium. Die Eier werden von den Weibchen mit Hilfe ihres Legebohrers in pflanzliches Gewebe, meist in die hohlen Halme von Grsern, versenkt. Bei den Eiberwinterern werden die Eier bereits im Herbst gelegt. Mit der Erwrmung im Frhjahr schlpfen die ersten Larven. Bei den Imaginalberwinterern werden die Eier bereits im Frhjahr gelegt. Die bis zum Herbst erwachsenen Tiere berwintern. Da die Sterblichkeitsrate der Mnnchen deutlich hher ist als jene der Weibchen, sind im Frhling berwiegend Weibchen zu finden.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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