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Anomia ephippium (Linnæus, 1758) -- Sattelmuschel, Zwiebelmuschel} Anomia ephippium -  1. Fund (linke Klappe)
Anomia ephippium - 1. Fund (linke Klappe)


 

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Fam. Cydnidae (Billberg, 1820) -- Erdwanzen


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Tritomegas bicolor (Linnæus, 1758) -- Schwarzweiße Erdwanze (2)
Schwarzweiße Erdwanze

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Erdwanzen (Cydnidae) sind eine Familie der Wanzen (Heteroptera) innerhalb der Teilordnung Pentatomomorpha. Von ihnen sind etwa 560 Arten in ca. 110 Gattungen bekannt.[1][2][3] In Europa sind 63 Arten vertreten,[4] von denen 19 auch in Mitteleuropa auftreten. Ihren deutschen Namen verdanken die Tiere ihrer Lebensweise. Viele Arten leben im Erdboden und sind an die grabende Lebensweise krperlich gut angepasst.[5] Im Laufe der Geschichte ihrer Erforschung wurde die Zusammensetzung und taxonomische Stellung der Familie stark und kontrovers diskutiert und auch heute noch sind diese nicht vollends geklrt.[1]

Die Wanzen werden 2 bis 20 Millimeter lang. Die meisten Arten haben einen eifrmigen, gekrmmten, stark sklerotisierten Krper, der schwarz oder braun gefrbt ist und eine glatte, glnzende Oberflche hat. Viele Arten haben Beine, die fr das Graben modifiziert sind.[2][3]

Der Kopf ist hufig breit und abgeflacht und ist quadratisch oder halbkreisfrmig. Er und auch das Pronotum besitzen bei vielen Arten Dornen; diese sind umgewandelte Setae, die als mechanische Sinnesorgane dienen[6]. Die Fhler sind fnfgliedrig. Die Hften (Coxen) tragen distal abgeflachte Setae oder Borsten, die auf der Oberflche der Schenkelringe (Trochanter) anliegen. Die Schienen (Tibien) sind mit zahlreichen langen Dornen versehen. Die dreigliedrigen Tarsen sind hufig zart und stark zurckgebildet. Am dritten bis siebten Sternum am Hinterleib sind Trichobothria ausgebildet, die in der Regel quer oder lngs auf Hhe der Stigmen liegen. Die Stigmen am zweiten Hinterleibssegment liegen anders als bei den brigen Segmenten auf einem membransen Bereich seitlich am vorderen Teil des Sternums. Bei den Weibchen sind die achten Laterotergite verwachsen. Die Spermatheca der Mnnchen ist klein und hat zwei Flansche.[2][3]

Die Nymphen haben ihre Duftdrsenffnungen am Hinterleib jeweils zwischen dem dritten bis sechsten Tergum.[2][3] Bei einer Reihe von Arten sind die Nymphen am Hinterleib rot oder gelblich-wei gefrbt.[5]

Zwar gelten die Erdwanzen als verhltnismig primitive Gruppe der Pentatomoidea, dennoch besitzen viele Arten krperliche Anpassungen an das Leben im Erdboden. Dazu gehren der abgeflachte, vorne bedornte Kopf, die verbreiterten, abgeflachten und stark bedornten Vorderbeine, die glatte Krperoberflche und die bei manchen Arten stark verdickten, krftigen, stark bedornten Schenkel (Femora) der Hinterbeine. Bei vielen Individuen kann man an den Beinen, insbesondere an den spitz zulaufenden Vorderschienen, Abnutzungserscheinungen erkennen, die vermutlich aus der Grabttigkeit resultieren. Die kammartigen Setae distal an den Hften dienen vermutlich dazu zu verhindern, dass whrend des Grabens Staub oder hnliches in das Gelenk zwischen Hfte und Schenkelring eintritt. Die Richtigkeit dieser Vermutung vorausgesetzt wrde dies bedeuten, dass das Graben ein ursprngliches Merkmal darstellt, da smtliche Arten der Familie - auch jene, die nicht graben - diese Setae besitzen. Bei vielen Arten ist ein Stridulationsorgan ausgebildet. Die Gerusche werden durch die Postcubitalader auf den Hemielytren und ein Tergum am Hinterleib erzeugt. Dabei handelt es sich vermutlich um ein plesiomorphes Merkmal der Pentatomoidea.[3]

Die Familie ist weltweit verbreitet und besitzt ihre Verbreitungsschwerpunkte sowohl in den Tropen, als auch in den gemigten Breiten.[3]

Die Lebensweise der Erdwanzen ist nur unzureichend erforscht. Viele Arten leben im Erdboden und man findet die Imagines hufig in der Erde um Pflanzenwurzeln, an denen sie saugen (Cydninae). Die Weibchen legen ihre Eier auf dem Erdboden ab, die Nymphen leben ebenfalls im Erdboden.[2] Man fand Vertreter der Familie sogar bis in eine Tiefe von ca. 1,5 Metern unter der Oberflche.[3] Von Scaptocoris castaneus ist dokumentiert, dass sie die Erde mit ihren sensenfrmigen Vorderschienen vor sich abkratzt und mit den brigen Beinen hinter sich schiebt und wieder verdichtet, sodass kein eigentlicher Gang entsteht, sondern sich die Tiere quasi nur in einer kleinen Kammer fortbewegen. ber die meisten Arten der Amnestinae ist kaum etwas bekannt, sie scheinen jedoch weniger an eine erdbewohnende Lebensweise gebunden zu sein, da man Vertreter mehrfach beim Abkeschern von Vegetation und unter Pflanzenteilen und Steinen fand. Sowohl Nymphen, als auch Imagines von Amnestus subferrugineus fand man in Panama im Guano von Fledermaushhlen, weshalb man davon ausgeht, dass sie sich von Samen, die man darin findet, ernhren. Die Vertreter der Unterfamilie Sehirinae leben oben auf Pflanzen. In Nordamerika und Europa findet man sie vor allem auf Lippenbltlern (Lamiaceae), Raublattgewchsen (Boraginaceae) und verwandten Pflanzen. Von der Schwarzweien Erdwanze (Tritomegas bicolor) ist bekannt, dass sie ihre Eier in Gelegen von mehr als 100 Stck in Kammern knapp unter der Erdoberflche ablegt und das Weibchen diese nach der Ablage verteidigt. Die Weibchen betreiben ihre Brutpflege auch noch bei den jungen Nymphen, die sich gesellig um ihre Mutter scharen.[3] Die Verteidigung umfasst das passive Sitzen auf dem Gelege, das gezielte Abschirmen vor Fressfeinden und auch das Reagieren auf ungnstige Umweltbedingungen, whrend derer das Weibchen die Eier an einen geeigneteren Ort transportiert. Die Weibchen bertragen bei manchen Arten auerdem Endosymbionten auf ihre Nachkommen.[5]

Viele Arten knnen gut fliegen. Die Tiere fliegen nachts gerne, mitunter auch in groer Zahl knstliche Lichtquellen an, wodurch die einzelnen Arten verhltnismig gut taxonomisch erforscht sind. Teilweise sind die Flugzeiten der jeweiligen Arten sehr kurz und bei manchen Arten auch auf bestimmte Tageszeiten (z. B. erste Stunde nach Sonnenuntergang) begrenzt.[3] Mit Hilfe ihrer Stridulationsorgane knnen die meisten Erdwanzen whrend der Paarung auch Zirplaute erzeugen. Bei den Mnnchen kann man Werbe- und Rivalengesnge hren, die Weibchen antworten auf den Gesang der Mnnchen. Durch die Gerusche werden Schwingungen auf das Substrat bzw. den Untergrund bertragen, die die Wanzen mit Rezeptoren in den Beinen wahrnehmen knnen. Gerusche werden aber auch bei Strung der Tiere erzeugt.[5]

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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