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Mytilus galloprovincialis (Lamarck, 1819) -- Mittelmeer-Miesmuschel} Mytilus galloprovincialis - 17. Fund
Mytilus galloprovincialis - 17. Fund


 

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Ordnung Ephemeroptera (Hyatt & Arms, 1890) -- Eintagsfliegen


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Die Eintagsfliegen (Ephemeroptera; von gr. ephemeros ? eintgig, pteron ? Flgel) sind die ursprnglichsten unter den Fluginsekten (Pterygota). Sie bilden eine Ordnung innerhalb der Klasse der Insekten (Insecta). Mit knapp ber 3000 Arten[1] in 42 Familien und mehr als 400 Gattungen gehren sie zu den artenrmeren Ordnungen. Von diesen Arten leben in Europa etwa 300, in Mitteleuropa mehr als 100.

Die Tiere erreichen eine Krpergre von 3 bis 38 mm und eine Flgelspannweite von maximal 80 mm bei den Arten der Gattung Euthyplocia. Die grte europische Art ist die Thei-Eintagsfliege (Palingenia longicauda), die samt Hinterleibsanhngen bis zu 120 mm lang werden kann.

Die erwachsenen Fliegen zeichnen sich durch verkmmerte Mundwerkzeuge und einen fr die Nahrungsverwertung funktionslosen Darm aus. Durch eine pralle Luftfllung dient der Mitteldarm den Tieren wie ein krperstabilisierendes Skelett ? die Verbindung mit dem Vorderdarm und dem Enddarm ist geschlossen. Diese Strukturen wurden modifiziert, da sich die Tiere im Erwachsenenstadium nicht mehr ernhren. Auffllig sind die groen Facettenaugen, die bei den Mnnchen vieler Arten als Doppelaugen oder Turbanaugen ausgebildet sind. Dabei ist das ursprngliche Facettenauge in zwei Teile aufgeteilt, wobei eines zur Seite und das andere nach oben weist. Am Kopf sitzen auerdem zwei immer kurze, borstenfrmige Antennen.

Die Eintagsfliegen besitzen groe Flgel, wobei die Vorderflgel deutlich grer sind als die Hinterflgel. Die Hinterflgel sind bei vielen Arten reduziert oder fehlen ganz (Fam. Caenidae und Baetidae teilweise, z. B. bei der weiter unten abgebildeten Cloeon dipterum). Beide Flgel haben eine starke und deutlich sichtbare Flgeladerung. Die Flgel sind durch eine wellpappeartige Struktur aus normalen Adern und dazwischen tieferliegenden, sekundren Interkalaradern versteift. Im Gegensatz zu den hnlich gebauten Libellenflgeln weisen sie aber im hinteren Teil eine hhere Beweglichkeit gegenber Drehungen auf. Der Flugmechanismus hnelt dadurch demjenigen von Heuschrecken oder Schaben. Die Flgel knnen im Gegensatz zu allen Neuflglern nicht flach auf den Hinterleib gelegt werden, stattdessen werden sie in der Ruhe ber dem Rcken hochgeklappt. Die Flgel weisen keinen Koppelungsmechanismus auf, sind im Flug also nicht miteinander verbunden, der Flgelschlag ist aber synchron (im Gegensatz zu den Libellen, aber hnlich allen anderen Pterygota).

Der Hinterleib ist im Allgemeinen mehr oder weniger lang gestreckt und zylindrisch. Eintagsfliegen haben zwei oder drei lange Hinterleibsfden, wobei die ueren beiden die Cerci und der mittlere das Terminalfilum darstellen. Die manchmal mehrfach krperlangen Anhnge dienen zur Stabilisierung im Flug und als fallschirmartige Strukturen, die beim Flug ohne Flgelschlag das Sinken verlangsamen; sie knnen nach Bedarf zusammengelegt oder abgespreizt werden. Unterhalb der Schwanzfden sitzen beim Mnnchen zwei drei- oder viergliedrige Gonopoden, mit denen es bei der Begattung das Weibchen festhlt. Auch die Vorderbeine sind bei den Mnnchen modifiziert, meist stark verlngert, und bilden Greiforgane fr die Kopulation.

Die Larven der Eintagsfliegen hneln in ihrer Krpergestalt den Imagines, wobei ihnen neben den Flgeln die Begattungsorgane und alle mit der Begattung zusammenhngenden besonderen Bildungen (Turbanaugen, verlngerte Vorderbeine der Mnnchen) fehlen. Die Larven entwickeln sich in direkter Entwicklung zur Imago, man spricht deshalb auch von Nymphen. Die Flgelanlagen sind als Flgelscheiden auf dem Rcken der Thoraxsegmente ausgebildet und werden mit jeder Hutung etwas grer. Im letzten Larvenstadium sind die eingefalteten Flgelanlagen der (Sub-)Imago durch die Larvenhaut sichtbar. Von der Eilarve bis zur Subimago werden sehr viele (im Allgemeinen 15 bis 25) Hutungen durchlaufen.

Das Larvenstadium verbringen alle Eintagsfliegen im Wasser. Die Larven sind meist rund, bei manchen Formen auch abgeplattet, sie knnen je nach Art lang gestreckt oder von kompaktem Bau sein. Die Larven haben groe Facettenaugen und gut entwickelte Mundwerkzeuge. Eine Besonderheit der Mundwerkzeuge bei Eintagsfliegenlarven ist ein besonders prominent ausgeprgter zungenfrmiger Lappen, der Hypopharynx. Auffllig sind die paarigen Tracheenkiemen an den ersten fnf bis sieben Hinterleibssegmenten (bei einer einzigen Art an acht), die in der Regel als auen liegende Kiemenblttchen ausgebildet sind. Form, Anordnung und Anzahl der Kiemenblttchen sind fr die verschiedenen Familien sehr charakteristisch. Die Kiemen knnen bschelig oder baumfrmig zerschlitzt, fadenfrmig, plttchenartig sein, sie sind bei manchen Gattungen beweglich (Durch ihre Bewegung erzeugen die Larven eine Wasserstrmung an den Kiemenblttchen, welche stndig frisches Wasser an diese Atmungsorgane heranfhrt). Manche Gruppen (Heptageniidae und Oligoneuriidae) besitzen charakteristische Kombinationen aus Bscheln und blattigen Lamellen. Bei Cloeon (Baetidae) sind die Kiemenblttchen verdoppelt. Die Kiemen knnen seitwrts vom Krper abstehen oder auf dem Rcken sitzend getragen werden. Ein weiteres aufflliges Merkmal der Eintagsfliegenlarven sind die Hinterleibsfden, welche bis auf wenige Ausnahmen (in Mitteleuropa: Gattung Epeorus) in Dreizahl ausgebildet sind; im Gegensatz zu den Steinfliegenlarven mit zwei Fden.

Die Nahrung der Eintagsfliegenlarven besteht im Allgemeinen aus lebender oder abgestorbener pflanzlicher Substanz. Manche Arten, z. B. aus der Familie Ephemerellidae, knnen sich zustzlich (fakultativ) auch ruberisch ernhren, z. B. von Mckenlarven. Bei auereuropischen Arten kommt auch obligat ruberische Ernhrung vor. Die meisten Arten sammeln relativ unspezialisiert feine Nahrungspartikel, z. B. Algen und abgestorbenes Pflanzentreibsel, von der Substratoberflche auf, manche (z. B. die Familie Caenidae) ?sieben? bevorzugt die oberen Schichten von feinem, schlammigem Substrat, in dem sie eingegraben leben. Andere Gruppen, z. B. die Familie Heptageniidae, sind darauf spezialisiert, den organischen berzug aus Algen usw. (?Biofilm?) von Steinoberflchen abzuweiden. Einige wenige Arten (z. B. Ephoron virgo, Ephemera spp.) sind Filtrierer.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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